knowledge at work

„Durch den vollkommenen Mangel an Vernunft in der Küche ist die Entwicklung des Menschen am längsten aufgehalten, am schlimmsten beeinträchtigt worden: es steht heute selbst noch wenig besser.“  (Friedrich Nietzsche)

Essen hat aufgehört, eine Privatsache zu sein. Essen hat auch die ökonomischen Grenzen der kommerziellen Gastronomie überschritten, Ökologische Auswirkungen des eigenen Ernährungsstils betreffen den Ressourcenverbrauch und konkrete Umweltbelastungen wie beispielsweise Müllproduktion bzw. -vermeidung. Essen ist zu einem moralisch aufgeladenen Gut geworden. Doch

"all das Nichtwissen verfestigt sich .. zum großen Unbehagen, zur Traurigkeit im Überfluß, zur Ratlosigkeit in der Vielfalt, zu Dekadenz im Reichtum." (Fichtner)

Dagegen gilt es, etwas zu unternehmen. Wir beschäftigen uns mit dem Zusammenwirken und fundiertem Nach- und Zusammen-Denken aller natur- wie geisteswissenschaftlichen Fächer und Disziplinen, die sich auf Ernährung beziehen und damit beschäftigen. Dies betrifft jeden Aspekt, von der Erzeugung, der Verarbeitung, der Distribution bis hin zum Konsum, von der „materiellen", der technischen Seite, bis hin zur ideellen, mentalen, zu Prägungen, Vor- und Einstellungen und Werten.

Die Sinneswahrnehmungen „Ernährung durch die Sinne“ gelten als wichtige Komponenten der Ernährung. Eine bewusste Esskultur (regelmäßige Mahlzeiten, Ruhe, Essen in Gemeinschaft, gemütliche Tischatmosphäre) wird darüber hinaus als Teil der bio-dynamischen Ernährung verstanden

Das Ziel ist es letztendlich, für alle, die an ihrer Nahrung, der Kultur und Verwendung interessiert sind, in einem erlebnisreichen Lernprozeß die kulinarische Intelligenz zu vermitteln, die für ein genußvolles und zufriedenes Leben nötig ist:

"Die kulinarische Intellgenz befähigt uns, wichtige Zusammenhänge zu erfassen, und das nicht nur auf die Warenwelt, sondern auch auf dem Blick auf uns selber, auf unsere Sozialisation, auf den Grund für unser Verhalten, auf das Unglück mit dem Abneigungen und auf das Glück mit den kulinarischen Höhepunkten." (Johannes Dollase)